Was 2014 Netto vom Brutto übrig bleibt durch Steueränderungen

Auch 2014 gibt es wieder einige Änderungen, die den Bürger entweder entlasten oder aber belasten werden.

Für das Jahr 2014 gibt es nur wenige steuerliche Änderungen, die wir hier aufführen wollen. Das neue Reisekostenrecht wird Auswirkungen auf Auswärtstätigkeiten, Fahrten zur Arbeit, Aus- und Fortbildung sowie Leiharbeitnehmer haben. Hier dürfte bei betroffenen Arbeitnehmern eine spürbare Verbesserung eintreten.

Mehr Netto vom Brutto für die Familie

Durch die zweite Stufe der Erhöhung des Grundfreibetrags von 8130 Euro auf 8354 Euro wird für den Steuerzahler eine leichte Entlastung eintreten. Allerdings erhält der Steuerzahler lediglich eine maximale Entlastung von 43 Euro pro Jahr.

Bei den Vergütungssätzen für neue Photovoltaikanlagen gelten neue Werte. Dabei werden die Vergütungssätze für neu installierte Photovoltaikanlagen jeden Monat grundsätzlich um einen bestimmten Prozentsatz sinken. Die Werte werden nach dem Datum der Inbetriebnahme sowie der Größe der Anlage bestimmt. Wie bisher sind die so ermittelten Vergütungssätze dann für 20 Jahre garantiert. Konkret werden im Januar 2014 die Einspeisevergütungen um 1,4 Prozent gekürzt. Neue Werte werden dann stets im Quartalsrhythmus festgelegt. Die Einspeisevergütungssätze für Februar, März und April 2014 werden erst Ende Januar festgelegt und veröffentlicht.

Einige Bundesländer erhöhen die Grunderwerbsteuer

Wieder einmal bedienen sich einige Bundesländer bei der Grunderwerbsteuer, die bei jedem Erwerb von Bauland, Grundstück, Eigentumsohnung oder Haus fällig wird und auf den Kaufpreis erhoben wird. Leider wurde der bundeseinheitliche Steuersatz von 3,5 Prozent ab dem 1. September 2006 abgeschafft. Nach diesem Datum durften die Bundesländer die Grunderwerbsteuer für Immobilien selbst festlegen und machten aus Finanznot davon auch regelmäßig und kräftig Gebrauch. Leider wurden die Steuersätze bislang nur erhöht. Nur zwei Ausnahme gab es mit Bayern und Sachsen, welche sich nicht an dieser Steuerspirale beteiligt haben. Hier beträgt der Steuersatz bei der Grunderwerssteuer nach wie vor bei 3,5 Prozent. Alle anderen Bundesländer haben die Grunderwerbsteuer inzwischen mehrfach kräftig erhöht. Auch im Jahr 2014 werden in einigen Bundesländern die Grunderwerbssteuer wieder erhöht. Zum 1. Januar 2014 steigt der Steuersatz der Grunderwerbssteuer in Berlin von fünf auf sechs Prozent, in Bremen und Niedersachsen von 4,5 auf fünf Prozent. Die Krone schießt dabei Schleswig-Holstein ab, wo der Steuersatz sogar von fünf auf 6,5 Prozent erhöht wird. Keine Grunderwerbsteuer wird erhoben wenn die Immobilie vererbt oder verschenkt. Das gilt ebenso beim Erwerb der Immobilien vom Ehegatten, Lebenspartner und in gerader Linie Verwandten, also Kindern, Enkeln oder Eltern.

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Inflationsrate im April 2013 rückläufig

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat am Montag den 29. April 2013 mitgeteilt, dass die Jahresteuerung im März von 1,4 Prozent auf 1,2 Prozent im April zurückgegangen ist. Dabei wurden von den Statistikern erst einmal vorläufige Schätzungen bekannt gegeben. Diese 1,2% Teuerungsrate würde die niedrigste Inflationsrate aufs Jahr bezogen seit September 2010 bedeuten.

Bei der detaillierten Betrachtung der Zahlen fällt auf, daß vor allem Pauschalreisen billiger geworden sind, nämlich minus 3,3 Prozent. Weiterhin fallende Preise wurden für die Verbraucher auch bei Heizöl und Sprit verzeichnet. Verteuert haben sich hingegen Nahrungsmittel, die ein Plus von 4,1 Prozent verzeichneten. Dabei wurden insbesondere Fleisch, Obst und Gemüse teurer, wie die Statistiker ausführten. Damit ist die Inflation in Deutschland seit Jahresbeginn auf dem Rückzug, wozu auch die Abschaffung der Praxisgebühr von 10 Euro Anfang 2013 beigetragen hat.

Binnen Monatsfrist, also von März auf April, sanken die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Pauschalreisen wurden im Monatsvergleich um 20,5 Prozent billiger, im Ostermonat März waren sie um 9,5 Prozent gestiegen. Auch Heizöl kostete gegenüber März 2013 einiges weniger.


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3 Milliarden Steuern jedes Jahr mehr

Wie das Bundesfinanzministerium bekannt gegeben hat, betragen die jährlichen Steuermehreinnahmen aus der so genannten „kalten Progression“ jedes Jahr über drei Milliarden Euro!  Damit erhält der Staat also jedes Jahr drei Milliarden Euro mehr an Steuereinnahmen, ohne die Steuern zu erhöhen!

Wie kommt es zu diesen Steuermehreinnahmen?

In Deutschland streiten Gewerkschaften und Arbeitgeber jedes Jahr um Lohnerhöhungen und fast immer gibt es auch etwas mehr. Bei einem Steuersatz von 30% und einer Lohnerhöhung von Brutto 100 Euro muss der Arbeitnehmer aber eben nicht nur 30% auf die 100 Euro Lihnerhöhung zahlen, sondern wohl eher 30,3 %. Das kommt dadurch zustande, daß die Lohnerhöhung den Arbeitnehmer in einen höheren Steuersatz rutschen lässt. Hierzu ein Beispiel: Bei einem Bruttogehalt von 4000 Euro im Monat hat man einen Grenzsteuersatz von 33,32%. Wenn man nun 100 Euro Bruttolohnerhöhung bekommt, dann steigt der Grenzsteuersatz auf 33,84%. Damit zahlt man also auf den letzten zusätzlichen Euro etwa 0,52% mehr Steuern. Dieser Effekt ist gerade in den unteren Lohngruppen besonders ausgeprägt, denn hier steigt der Steuersatz pro 100 Euro Lohnerhöhung am stärksten an.

Auf diese Weise werden den Bundesbürgern also jedes Jahr drei Milliarden Euro aus der Tasche gezogen, die dann nicht mehr für den Konsum vorhanden sind und so die Wirtschaft schwächen. Dabei werden gerade die unteren Lohngruppen prozentual am stärksten benachteiligt.

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Hier erscheinen News

Wir werden auf diesen Seiten regelmäßig die interessantesten Neuigkeiten aus dem Finanz- und Versicherungsbereich veröffentlichen. Diese Nachrichten werden alle einen relevanten Bezug auf die eigenen Finanzen haben und sich auf das Nettoeinkommen auswirken. Auch die jedes Jahr neu beschlossenen Beitragsbemessungsgrenzen oder die Änderungen an den Beitragssätzen zur Sozialversicherung werden hier aufgenommen werden.

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